Zusammenfassung
- Überprüfen Sie Ihren Arbeitgeber stets im Register der zugelassenen Sponsoren des Innenministeriums, bevor Sie ein CoS für Ihren Visumantrag verwenden.
- Eine echte CoS-Nummer besteht aus genau 11 Zeichen und beginnt immer mit dem Buchstaben „C“.
- Für einen Visumantrag für das Vereinigte Königreich ist nur ein CoS mit dem Status „Zugewiesen“ im SMS gültig.
- Fehlende PAYE-Angaben, falsche SOC-Codes oder ein Gehalt unterhalb der UKVI-Schwellenwerte sind häufige Anzeichen für ein gefälschtes oder fehlerhaft ausgestelltes CoS.
- Bei Verdacht auf Betrug reichen Sie bitte keinen Visumantrag ein, melden Sie den Vorfall dem Innenministerium und lassen Sie sich von einer zugelassenen Einwanderungsberatungsstelle beraten.
Was ist eine Sponsoring-Bescheinigung des Innenministeriums?
Ein „Certificate of Sponsorship“ (CoS) ist ein digitaler Datensatz, der von einem in Großbritannien zugelassenen Arbeitgeber über das „Sponsor Management System“ (SMS) des Innenministeriums ausgestellt wird. Es handelt sich dabei nicht um ein physisches Zertifikat, sondern um einen elektronischen Datensatz, der einem bestimmten Arbeitnehmer zugeordnet ist.
Das CoS enthält die Berufsbezeichnung des Mitarbeiters, den SOC-Code, das Gehalt, das Eintritts- und Austrittsdatum sowie persönliche Angaben. Es enthält eine 11-stellige Referenznummer, die mit „C“ beginnt und bei der Beantragung eines britischen Visums für Fachkräfte oder eines anderen gesponserten Arbeitsvisums eingegeben wurde.
Warum es wichtig ist, die Echtheit eines CoS zu überprüfen
Arbeitgeber spielen eine entscheidende Rolle dabei, sicherzustellen, dass die Unterlagen zum Sponsorship Certificate (CoS) korrekt und gültig sind und im Rahmen der vorgeschriebenen Verfahren des Innenministeriums ausgestellt werden. Betrügerische Sponsoring-Modelle und gefälschte CoS-Angaben können sowohl Arbeitnehmer als auch Unternehmen erheblichen Risiken in Bezug auf Einwanderungsrecht und Compliance aussetzen.
Ein Arbeitnehmer, der sich auf eine gefälschte oder ungültige Arbeitsbescheinigung stützt, muss mit folgenden Konsequenzen rechnen:
- Ablehnung oder Aufhebung eines Visums.
- Mögliche Maßnahmen zur Durchsetzung der Einwanderungsgesetze.
- Einschränkungen bei künftigen Einwanderungsanträgen für das Vereinigte Königreich.
- Langfristige Beeinträchtigungen ihrer Beschäftigungs- und Einwanderungshistorie.
Selbst wenn kein Betrug vorliegt, können Ungenauigkeiten im CoS – wie beispielsweise ein falsches Gehalt, ein falscher SOC-Code, eine falsche Berufsbezeichnung oder falsche persönliche Angaben – zu einer Ablehnung des Visumantrags und unnötigen Verzögerungen führen.
So überprüfen Sie, ob ein CoS echt ist
1. Überprüfen Sie die Sponsorenlizenz
Als Erstes sollten Sie sich vergewissern, dass Ihr Arbeitgeber über eine gültige britische Sponsorenlizenz verfügt. Suchen Sie im offiziellen Register der lizenzierten Sponsoren des Innenministeriums nach dem Namen Ihres Arbeitgebers.
Überprüfen Sie, ob der Firmenname und die Adresse mit den Angaben in Ihrem Angebotsschreiben übereinstimmen und ob die Art der Lizenz die Förderung von Fachkräften abdeckt. Sollte der Arbeitgeber nicht im Register aufgeführt sein oder sollte seine Lizenz als ausgesetzt oder widerrufen ausgewiesen sein, fahren Sie mit dem Antrag nicht fort.
2. Überprüfen Sie das Format der CoS-Nummer
Eine gültige CoS-Nummer ist genau 11 Zeichen lang und beginnt immer mit dem Buchstaben „C“ – zum Beispiel C12345678901. Sollte die Ihnen übermittelte Referenznummer zu kurz, zu lang oder anders formatiert sein, betrachten Sie dies als Warnsignal und bitten Sie Ihren Arbeitgeber direkt um Klärung.
3. Zuweisungs- und Ablaufdaten bestätigen
Jedes CoS hat ein Ausstellungsdatum und ein Ablaufdatum. Ein „Defined CoS“ (für Antragsteller außerhalb des Vereinigten Königreichs) muss innerhalb von drei Monaten nach Ausstellung verwendet werden. Wenn das Ablaufdatum bereits überschritten ist oder die Daten nicht mit Ihrem vereinbarten Arbeitsbeginn übereinstimmen, kann das CoS nicht verwendet werden. Fordern Sie bei Ihrem Arbeitgeber ein korrigiertes oder neu ausgestelltes CoS an.
4. Auftragsdetails gegenprüfen
Arbeitgeber sollten sicherstellen, dass die im Sponsorship Certificate (CoS) aufgeführten Angaben die dem Arbeitnehmer angebotenen Bedingungen genau widerspiegeln, bevor der Visumantrag eingereicht wird. Zu den wichtigsten zu überprüfenden Informationen gehören:
- Stellenbezeichnung: Sollte mit der im Arbeitsvertrag oder im Einstellungsschreiben angegebenen Position übereinstimmen.
- SOC-Code: Muss der zu besetzenden Stelle entsprechen und mit dem entsprechenden Berufscode im Rahmen des britischen Programms für Fachkräfte übereinstimmen.
- Gehalt: Muss die geltenden Gehaltsschwellenwerte und marktüblichen Vergütungssätze für den ausgewählten SOC-Code erfüllen; bitte anhand der Checkliste im CoS-Dokument überprüfen
Etwaige Unstimmigkeiten zwischen den Angaben im CoS-Datensatz und den vereinbarten Arbeitsbedingungen sollten behoben werden, bevor der Arbeitnehmer sein Visum beantragt. Ungenaue Angaben zum Arbeitgeber können zu Verzögerungen bei der Bearbeitung, Nachfragen oder zur Ablehnung des Visumsantrags führen.
5. Persönliche Daten überprüfen
Arbeitgeber sollten sicherstellen, dass alle auf der Sponsorenbescheinigung (CoS) angegebenen persönlichen Daten genau mit den Angaben im Reisepass des Arbeitnehmers übereinstimmen. Dazu gehören
- Vollständiger rechtlicher Name des Arbeitnehmers
- Reisepassnummer
- Geburtsdatum
- Nationalität
Selbst geringfügige Unstimmigkeiten wie Rechtschreibfehler, fehlende Zweitnamen oder falsche Passangaben können bei der Visumbearbeitung zu Problemen führen. Bevor der Arbeitnehmer seinen Antrag einreicht, sollten Arbeitgeber überprüfen, ob alle Angaben im Sponsor Management System (SMS) mit dem Reisepass und den Begleitunterlagen übereinstimmen.
Sollten Unstimmigkeiten festgestellt werden, sollte der CoS-Eintrag umgehend über das SMS korrigiert werden, um Verzögerungen bei der Antragstellung, Nachfragen nach zusätzlichen Informationen oder eine mögliche Ablehnung des Visumantrags zu vermeiden.
6. CoS-Status prüfen
Ein CoS kann innerhalb des SMS mehrere Status annehmen. Nur bei einem dieser Status können Sie ein Visum beantragen:
CoS-Statusreferenz
Bevor der Arbeitnehmer seinen Visumantrag einreicht, sollten Arbeitgeber den Status der Sponsorship-Bescheinigung (CoS) direkt im Sponsor Management System (SMS) überprüfen. Nur eine CoS mit dem Status „Assigned“ kann zur Unterstützung eines Antrags auf ein Visum für qualifizierte Arbeitskräfte im Vereinigten Königreich verwendet werden.
Die Überprüfung des CoS-Status vor der Einreichung trägt dazu bei, sicherzustellen, dass der Sponsoring-Eintrag aktiv, gültig und einsatzbereit ist, wodurch das Risiko von Verzögerungen bei der Antragstellung oder Problemen bei der Bearbeitung verringert wird.
7. Achten Sie auf fehlende wichtige Details
Ein echtes CoS enthält stets eine PAYE-Referenznummer, einen gültigen SOC-Code, ein Gehalt, das die UKVI-Schwellenwerte erfüllt, sowie korrekte Beschäftigungsdaten. Zu den typischen Warnzeichen für ein gefälschtes oder fehlerhaft ausgestelltes CoS gehören:
- Es ist keine PAYE-Referenz angegeben
- Fehlender oder falscher SOC-Code
- Gehalt unter dem marktüblichen Mindestlohn oder fälschlicherweise als „Einsteiger“ eingestuft
- Verweise auf nicht mehr geltende Regelungen (z. B. die 2024 abgeschafften Rabatte für Mangelberufe)
8. Den geförderten Arbeitnehmern klare Unterstützung bei der CoS-Überprüfung bieten
Arbeitgeber sollten sicherstellen, dass gesponserte Arbeitnehmer für alle Fragen im Zusammenhang mit der Sponsoring-Regelung einen festen Ansprechpartner im Personal-, Mobilitäts- oder Einwanderungsteam haben. Durch die Bereitstellung korrekter und zeitnaher Informationen können Arbeitnehmer die Angaben in ihrem Visumantrag überprüfen und unnötige Verzögerungen vermeiden.
Auf Anfrage sollten Arbeitgeber bereit sein, wesentliche Angaben aus der Sponsorenbescheinigung (CoS) zu bestätigen, darunter:
- Die CoS-Referenznummer.
- Das im Sponsor Management System (SMS) erfasste Zuweisungsdatum.
- Der aktuelle CoS-Status.
- Bestätigung, dass das CoS bisher noch nicht für einen Visumantrag verwendet wurde.
Eine transparente Kommunikation und die umgehende Überprüfung der Angaben zum Sponsoring tragen dazu bei, das Vertrauen in das Sponsoringverfahren zu stärken und den Visumantragsprozess für den Arbeitnehmer reibungsloser zu gestalten.
9. Immer noch unsicher? Hol dir Hilfe bei Jobbatical
Sollten Unklarheiten hinsichtlich der Sponsoring-Historie eines Arbeitnehmers oder der Angaben auf der Sponsoring-Bescheinigung (CoS) bestehen, sollten Arbeitgeber vor Einreichung des Visumantrags den Rat eines qualifizierten Einwanderungsfachmanns einholen. Eine frühzeitige Überprüfung kann dabei helfen, Unstimmigkeiten aufzudecken, Verzögerungen bei der Bearbeitung zu vermeiden und das Risiko kostspieliger Fehler zu verringern.
Sie können mutmaßlichen Betrug im Bereich Einwanderung auch dem Innenministerium unter gov.uk/report-immigration-crime melden.
Haftungsausschluss: Die Einreisebestimmungen ändern sich häufig; bitte informieren Sie sich bei offiziellen Stellen oder kontaktieren Sie uns, um die aktuellsten Informationen zu erhalten, bevor Sie Entscheidungen treffen.


