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Deutschland: Ausbildungsvisum (Berufsausbildung): Umfassender HR-Leitfaden 2026

6
min lesen
Erstellt
10. März 2026
Zuletzt aktualisiert
10. Juni 2026
Georgij Serdjukow
Ein engagierter Experte für globale Mobilität, der sich auf reibungslose internationale Umzüge spezialisiert hat. Seine Fachkenntnisse umfassen: a) die Beurteilung individueller Fälle, die Abwicklung von Visaangelegenheiten und die Beschaffung der erforderlichen Dokumente in Deutschland, b) die Unterstützung bei der Beantragung von Aufenthaltsgenehmigungen und einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis sowie c) die Suche nach der perfekten Unterkunft und die Unterstützung bei der Anpassung an neue Kulturen. Georgiy verfügt über fundierte Kenntnisse in den Bereichen Umzugsberatung, interkulturelle Kommunikation und Einwanderungsrecht, die einen reibungslosen Übergang in eine neue Umgebung gewährleisten.
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Wichtigste Erkenntnisse

  • Mit dem deutschen Ausbildungsvisum (§ 16a) kann Ihr Unternehmen Nicht-EU-Bürger über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren einstellen und ausbilden und so eine loyale, unternehmensspezifische Belegschaft in Berufen aufbauen, in denen es zunehmend an Fachkräften mangelt.
  • Zunächst einmal muss der Arbeitgeber die Voraussetzungen erfüllen: Ihre Einrichtung muss von der IHK oder der HWK anerkannt sein, und Sie benötigen einen strukturierten Ausbildungsplan, bevor das Visum ausgestellt wird.
  • Deutschkenntnisse auf B1-Niveau sind die Standardanforderung; beginnen Sie frühzeitig mit der sprachlichen Vorbereitung, um zu vermeiden, dass dies beim Botschaftsgespräch zum Ausschlusskriterium wird.
  • Auszubildende erhalten ein steigendes monatliches Stipendium (800–1.400 Euro, je nach Ausbildungsjahr und Berufsfeld); sollte dieses unter etwa 950–1.000 Euro fallen, ist ein Sperrkonto oder eine Verpflichtungserklärung Ihres Unternehmens erforderlich.
  • Nach Abschluss der Ausbildung kann Ihr Mitarbeiter direkt ein „Section 18a“-Visum für Fachkräfte beantragen – der schnellste Weg zu einer Vollzeitbeschäftigung für einen Mitarbeiter, in den Sie bereits investiert haben.

Der Fachkräftemangel in Deutschland ist für Personalabteilungen in den Bereichen Bauwesen, Fertigung, Gesundheitswesen und Logistik tagtäglich Realität. Das traditionelle Rekrutierungsmodell, bei dem man bereits ausgebildete Fachkräfte sucht, wird in Branchen, in denen der Fachkräftepool von Jahr zu Jahr schrumpft, zunehmend unhaltbar.

Das deutsche Ausbildungsvisum (§ 16a AufenthG) bietet einen anderen Ansatz:

  • motivierte Bewerber aus Nicht-EU-Ländern einstellen, 
  • sie genau nach den Standards Ihres Unternehmens schulen, 
  • und sie als qualifizierte, loyale Fachkräfte an uns zu binden. 

Für Personalverantwortliche, die sich mit der langfristigen Personalplanung befassen, ist dies nicht nur eine Visumskategorie, sondern eine Talentstrategie.

Dieser Leitfaden behandelt alles, was Ihr Unternehmen für eine erfolgreiche Durchführung benötigt: Teilnahmebedingungen, die Checkliste für Arbeitgeber, die einzelnen Schritte des Verfahrens, Kosten, Einhaltung der Vorschriften und die weiteren Schritte nach Abschluss der Ausbildung. Das gesamte Leistungsangebot von Jobbatical zu diesem Programm finden Sie auf der Serviceseite zum Ausbildungsvisum für Deutschland.


Was ist das Ausbildungsvisum und für wen ist es gedacht?

  • Das Ausbildungsvisum (§ 16a des Aufenthaltsgesetzes) ermöglicht es Nicht-EU-Bürgern, nach Deutschland einzureisen und eine duale Berufsausbildung zu absolvieren. 
  • Das duale System verbindet die praktische Ausbildung am Arbeitsplatz in Ihrem Unternehmen (3–4 Tage pro Woche) mit dem theoretischen Unterricht an einer Berufsschule (1–2 Tage pro Woche). 
  • Die Ausbildungsgänge dauern in der Regel zwei bis drei Jahre, je nach Berufsfeld.
  • Nach Abschluss der Ausbildung erhält Ihr Auszubildender einen national und EU-weit anerkannten Abschluss sowie ein IHK- oder HWK-Zeugnis und wechselt in der Regel im Rahmen eines Fachkräftevisums (Paragraf 18a) in ein Vollzeitbeschäftigungsverhältnis bei Ihnen.

Dieses Visum ist für handwerkliche und technische Berufe gedacht, in denen es besonders schwierig ist, qualifizierte Fachkräfte zu finden:

  1. Bauwesen: Maurer, Zimmerleute, Maler, Straßenbauer
  2. Technische Berufe: Elektriker, Kfz-Mechaniker, Mechatroniker
  3. Logistik: Lagerfachkräfte, Logistikkoordinatoren
  4. Gastgewerbe: Köche, Bäcker, Hotelfachleute
  5. Gesundheitswesen: Pflegehelfer, Zahnarzthelfer (für den Bereich Gesundheitswesen sind Deutschkenntnisse auf B2-Niveau erforderlich)

Sie sind sich nicht sicher, ob eine Ausbildung der richtige Weg für Ihre offene Stelle ist oder ob ein Bewerber mit einer bestehenden Qualifikation besser unter § 18a fällt?
Nutzen Sie die Überprüfung von Jobbatical bezüglich Einreise- und Arbeitserlaubnis für Deutschland, um den richtigen Weg zu finden, bevor Sie Zeit in den Prozess investieren.


Das strategische Argument für die Personalabteilung: Von der Einstellung bis zur Mitarbeiterförderung

Der Ausbildungsweg verändert Ihr Rekrutierungsmodell auf eine Weise, die in Berufen mit Fachkräftemangel entscheidend ist. Anstatt um denselben kleinen Pool an erfahrenen lokalen Fachkräften zu konkurrieren, bilden Sie Ihren eigenen aus. In der Praxis bedeutet das:

  • Höhere Mitarbeiterbindung: Auszubildende, die für eine Ausbildung an einen anderen Ort gezogen sind, bleiben in der Regel länger im Unternehmen als Quereinsteiger. Sie kennen Ihre Arbeitsabläufe, Ihre Unternehmenskultur und Ihre Standards vom ersten Tag an.
  • Maßgeschneiderte Kompetenzen: Sie werden speziell auf Ihre Maschinen, Prozesse und betrieblichen Abläufe geschult, nicht auf allgemeine Branchenpraktiken.
  • Kosten im Zeitverlauf: Die Anfangsinvestition in einen Auszubildenden ist oft geringer als die langfristigen Kosten für die wiederholte Anwerbung von erfahrenen Fachkräften, die immer seltener zu finden sind.

Ehrlich gesagt warten die meisten Unternehmen zu lange, bevor sie diesen Prozess in Angriff nehmen. Sechs Monate sind die Mindestvorlaufzeit, die Sie von der Vertragsunterzeichnung bis zum ersten Arbeitstag einplanen sollten, und zwölf Monate sind sicherer, wenn Sie sich zusätzlich um die Anerkennung von Qualifikationen kümmern müssen.


Teilnahmebedingungen: Was Ihr Kandidat mitbringen muss

Ausbildungsvisum, Zulassungsvoraussetzungen

Anforderung Was wird benötigt?
Bildung Abgeschlossene Sekundarschulbildung (9–12 Jahre), vergleichbar mit dem deutschen Hauptschulabschluss oder höher. Das Zeugnis muss durch ANABIN oder eine offizielle Bewertung anerkannt sein. Ein Hochschulabschluss ist nicht erforderlich.
Ausbildungsvertrag Sie haben einen Ausbildungsvertrag mit Ihrem zugelassenen Ausbildungsbetrieb unterzeichnet, der die Ausbildungsdauer, das Entgelt und die Aufgabenstellung regelt. Dieser muss sich auf anerkannte Berufe beziehen, die von der Bundesagentur für Arbeit, der IHK oder der HWK aufgeführt sind.
Deutsche Sprache Standardmäßig wird das Niveau B1 (GER) verlangt. Das Niveau A2 wird von einigen Botschaften akzeptiert, sofern eine Verpflichtung zur Verbesserung besteht. Für reglementierte Berufe (z. B. Krankenpflege) ist das Niveau B2 erforderlich. Anerkannte Prüfungen: Goethe-Institut, TestDaF, telc.
Finanzieller Nachweis Ausbildungsvergütung von 800–1.200 € pro Monat oder ein Sperrkonto mit einem Guthaben von ca. 11.904–12.324 €. Liegt die Vergütung unter ca. 950–1.000 €, ist eine Verpflichtungserklärung Ihres Unternehmens erforderlich.
Krankenkasse Obligatorische gesetzliche oder private Krankenversicherung. Ca. 100–200 € pro Monat.
Andere Gültiger Reisepass, einwandfreies Führungszeugnis. Bevorzugtes Alter: 18–30 Jahre (keine strenge Altersobergrenze). Visumantragsformular und Passfotos erforderlich.

Die Checkliste zur Einhaltung der Arbeitsrechtsvorschriften

Die Einstellung eines internationalen Auszubildenden erfordert einen anderen administrativen Ansatz als die Einstellung eines einheimischen Mitarbeiters. Bevor ein Visumantrag gestellt werden kann, muss Ihr Unternehmen folgende Unterlagen bereitstellen:

  • Ausbildungsplan: Die Einwanderungsbehörde benötigt eine strukturierte Aufschlüsselung des gesamten 2- bis 3-jährigen Programms, einschließlich der Themen, Phasen und Lernziele. Dies ist keine Option, sondern eine Visumvoraussetzung.
  • IHK- oder HWK-Zulassung: Ihre Einrichtung muss von der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK) offiziell zur Ausbildung in dem jeweiligen Beruf zugelassen sein. Falls Sie noch nicht zugelassen sind, muss dies geklärt werden, bevor Sie einen gültigen Ausbildungsvertrag abschließen können.
  • Nachweis der ausreichenden Mittel: Liegt das Ausbildungsstipendium unter der Mindestgrenze (je nach Region ca. 950–1.000 €), müssen Sie entweder eine Verpflichtungserklärung vorlegen (in der Ihr Unternehmen bestätigt, die Lebenshaltungskosten zu übernehmen) oder sicherstellen, dass der Bewerber über ein Sperrkonto verfügt. Personalabteilungen, die dies im Vorfeld klären, vermeiden die häufigste Ursache für Visumsverzögerungen in letzter Minute.
  • Mitteilung gemäß § 45c (ab Januar 2026): Bei allen Nicht-EU-Arbeitskräften, einschließlich Auszubildenden, müssen Sie diese am ersten Arbeitstag schriftlich über ihr Recht auf kostenlose, unabhängige arbeits- und sozialrechtliche Beratung informieren. Diese Verpflichtung ergibt sich aus § 45c des Aufenthaltsgesetzes und ist ab Januar 2026 verbindlich.

Bewerbungsverfahren: Schritt für Schritt

Ausbildungsvisum, Ablaufübersicht

Schritt Wer spielt Typischer Zeitplan
1. Einen Kandidaten finden und einen Ausbildungsvertrag abschließen Arbeitgeber und Bewerber; bei der IHK/HWK registrierter Vertrag Variabel
2. Überprüfung der Bildungsabschlüsse (ANABIN / ZAB) Bewerber; Unterstützung durch den Arbeitgeber 2-3 Monate
3. Sprachliche Vorbereitung Bewerber; Arbeitgeber können mit Sprachgutscheinen zur Vorbereitung auf den Arbeitsantritt unterstützen Parallel; planen Sie 6–12 Monate im Voraus
4. Dokumente zusammenstellen Bewerber und Arbeitgeber gemeinsam 2-4 Wochen
5. Beantragung eines D-Visums bei der deutschen Botschaft Bewerber bewerben sich; Gebühr 75 € Bearbeitungsdauer: 2–4 Monate
6. Ankunft, Anmeldung und Beginn des Trainings Bewerber; Arbeitgeber übernimmt die Kosten für Unterkunft und Anmeldung Die ersten 2–4 Wochen in Deutschland

Möchten Sie den Prozess beschleunigen? Das Beschleunigte Fachkräfteverfahren kann die behördliche Bearbeitungszeit erheblich verkürzen, setzt jedoch voraus, dass Ihr Unternehmen den Antrag bei der Ausländerbehörde stellt und eine Gebühr in Höhe von 411 € entrichtet.


Die Sprachbarriere: Ihr größtes praktisches Risiko

Deutschkenntnisse auf B1-Niveau sind der häufigste Grund, warum gute Ausbildungskandidaten bereits beim Visuminterview scheitern. Die Lösung ist einfach, erfordert jedoch frühzeitiges Handeln.

  1. Viele Unternehmen führen mittlerweile eine Vorbereitungsphase durch: Den Bewerbern werden 6 bis 12 Monate vor dem geplanten Arbeitsbeginn Sprachgutscheine ausgestellt, um sicherzustellen, dass sie das Niveau B1 oder höher bereits lange vor dem Termin bei der Botschaft erreichen. 
  2. Dieser Ansatz wird von Unternehmen mit hohen Bewilligungsquoten bei Ausbildungsvisa konsequent angewendet. 
  3. Warten Sie nicht auf den perfekten Kandidaten, um dann zu spät festzustellen, dass es Sprachbarrieren gibt.
  4. Für Berufe im Gesundheitswesen, die das Niveau B2 erfordern, gilt dieselbe Logik, allerdings mit einem längeren Vorbereitungszeitraum; in der Regel sind 12 bis 18 Monate Sprachunterricht vom Niveau A2 bis B2 realistisch.

Integration während der Ausbildung: Warum sie sich auf die Mitarbeiterbindung auswirkt

Die Entsendung eines 19-Jährigen aus Brasilien oder Vietnam für eine Ausbildung zum Klempner ist etwas ganz anderes als die Entsendung eines erfahrenen Softwareentwicklers. Die Eingewöhnungsphase ist entscheidend, und genau hier investieren viele Unternehmen zu wenig

  1. Wohnsituation: Die Wohnungssuche in Deutschland, insbesondere in städtischen Gebieten, ist sehr schwierig. Unternehmen, die ein Startzimmer oder eine Unterkunftspartnerschaft anbieten, verzeichnen höhere Visa-Genehmigungsquoten und weniger Abbrüche in der Anfangsphase. Außerdem kommt das Verfahren zur Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung zum Stillstand, wenn ein Praktikant keine gemeldete Adresse (Anmeldung) nachweisen kann.
  2.  Hilfe bei Behördengängen: Anmeldung (bei der Stadt), Eröffnung eines Bankkontos, Anmeldung bei der Krankenkasse – all das muss in den ersten zwei Wochen erledigt werden. 
  3. Die Bereitstellung einer strukturierten Checkliste für die Einarbeitung oder die Vermittlung eines Umzugsbetreuers an Ihren neuen Mitarbeiter beseitigt Hindernisse, was dazu beitragen kann, die Abbruchquote zu senken.

Die Einrichtungsdienste von Jobbatical in Deutschland kümmern sich um die Logistik bei der Ankunft, sodass sich Ihr Team auf die Schulung konzentrieren kann und nicht auf den Papierkram.


Stipendium und Kosten: Was Sie einplanen sollten

Praktikumsvergütung nach Jahr (übliche Spannen)

Ausbildungsjahr Monatliches Stipendium Anmerkungen
1. Jahr 800–1.000 € Je nach Branche und Region unterschiedlich; höher in München, Frankfurt und Hamburg
2. Jahr 900–1.200 € Steuer- und sozialversicherungspflichtig
3. Klasse 1.000–1.400 € Reicht oft aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken (800–1.200 € pro Monat)

Weitere Kosten, die zu berücksichtigen sind

Kostenposition Ungefähre Reichweite Bezahlt von
Anerkennung von Qualifikationen (ZAB-/IHK-Bewertung) €100-€200 Bewerber; Arbeitgeber kann unterstützen
Sprachkurse (im Heimatland, vor der Ankunft) 500–2.000 € Bewerber; Einlösungsgutschein für das Pre-Boarding durch den Arbeitgeber empfohlen
Visumantragsgebühr (D-Visum) €75 Kandidat
Gesperrtes Konto (falls das Stipendium nicht ausreicht) 11.904 € – 12.324 € Kandidat; erstattungsfähig, falls nicht genutzt
Umzugs- und anfängliche Wohnraumunterstützung 500–2.000 €+ Arbeitgeber (optional, wird jedoch empfohlen)
Gebühr für das beschleunigte Fachkräfteverfahren €411 Arbeitgeber (falls das Schnellverfahren genutzt wird)

Nach der Ausbildung: Der Übergang gemäß § 18a

Das Ausbildungsvisum ist so konzipiert, dass es mit einer Anstellung endet. Sobald Ihr Auszubildender die abschließende IHK- oder HWK-Prüfung bestanden hat, ist der Übergang zu einem Fachkräftevisum (§ 18a AufenthG) der logische nächste Schritt – und genau hier zahlt sich Ihre Investition aus.

Zu diesem Zeitpunkt verfügen sie über einen in Deutschland anerkannten Abschluss, sprechen die Sprache, kennen Ihre Abläufe und sind bereits in Ihr Team integriert. In einem Markt, in dem sich die Wettbewerber um denselben schrumpfenden lokalen Talentpool streiten, ist das ein echter Wettbewerbsvorteil.


Zusammenfassung des Weiterbildungswegs

Nächster Schritt Zuschussfähigkeit Anmerkungen
Abschnitt 18a: Visum für Fachkräfte Stellenangebot eines Arbeitgebers nach dem Studium Nahtloser Übergang; keine Gehaltsuntergrenze unter 45 Jahren
Niederlassungserlaubnis 2 Jahre Berufserfahrung nach der Ausbildung mit Deutschkenntnissen auf Niveau B2; oder insgesamt 4 Jahre (Ausbildung + Berufserfahrung) Berufe mit Personalmangel können möglicherweise früher berücksichtigt werden
Familienzusammenführung Sobald man ein Fachkräftevisum hat Ehepartner erhalten eine Arbeitserlaubnis
Staatsbürgerschaft Insgesamt 8 Jahre Aufenthalt (oder 6 Jahre bei guter Integration: Deutschkenntnisse der Stufe C1, gesellschaftliches Engagement) Ausbildungsjahre werden auf die Aufenthaltsdauer angerechnet

Für Mitarbeiter, die sich bereits im Ausland befinden, über eine berufliche Qualifikation verfügen und sofort einsatzbereit sind – also keine Ausbildung benötigen –, stellt § 18a einen Weg zur direkten Einstellung dar, der den vorherigen Abschluss einer Ausbildung nicht erfordert. Lesen Sie den Arbeitgeberleitfaden zum deutschen Fachkräftevisum, um diesen Weg vollständig zu verstehen.


Wie Jobbatical das Visumverfahren für die Ausbildung abwickelt

Jobbatical kümmert sich um den gesamten Ablauf der Einwanderungsformalitäten – von der Vorbereitung der Unterlagen über die Koordination der Anerkennung bis hin zur Nachverfolgung bei den Botschaften und der Organisation der Einreise – während sich Ihre Personalabteilung auf das Wesentliche konzentrieren kann: den Aufbau einer Mentorenbeziehung, die aus einem Praktikanten einen langfristigen Mitarbeiter macht.

Wenn Sie mehrere Ausbildungsfälle bearbeiten, bietet Ihnen die Plattform von Jobbatical zur Verwaltung von Einwanderungsfällen an einem Ort einen vollständigen Überblick über alle laufenden Fälle und die einzuhaltenden Fristen.

Sind Sie für ein Einstellungsprogramm für Arbeiter in ganz Deutschland verantwortlich?

Haftungsausschluss: Die Einreisebestimmungen ändern sich häufig; bitte informieren Sie sich bei offiziellen Stellen oder kontaktieren Sie uns, um die aktuellsten Informationen zu erhalten, bevor Sie Entscheidungen treffen.


Häufig gestellte Fragen zum deutschen Ausbildungsvisum

Was sind die Mindestanforderungen an die Sprachkenntnisse für das Ausbildungsvisum für Deutschland im Jahr 2026?

Um sich im Jahr 2026 für das deutsche Berufsausbildungsvisum zu qualifizieren, müssen Antragsteller in der Regel Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 (GER) nachweisen.

Wie hoch ist das erforderliche monatliche Stipendium für einen internationalen Auszubildenden mit einem deutschen Ausbildungsvisum?

Die Personalabteilung muss sicherstellen, dass das Praktikumsgehalt etwa 950 bis 1.000 Euro pro Monat beträgt, um die Lebenshaltungskosten zu decken, oder einen Nachweis über eine geförderte Wohnung vorlegen, um die Anforderungen an eine angemessene Unterbringung zu erfüllen.

Wie lange dauert ein duales Ausbildungsprogramm im Rahmen des deutschen Ausbildungsvisums in der Regel?

Das Ausbildungsvisum ermöglicht es Einzelpersonen, an einem strukturierten dualen Ausbildungsprogramm teilzunehmen, das in der Regel zwei bis drei Jahre dauert und die Ausbildung am Arbeitsplatz mit dem Besuch einer Berufsschule verbindet.

Können Auszubildende nach Abschluss ihrer Berufsausbildung mit einem Ausbildungsvisum in Deutschland bleiben?

Ja, nach Bestehen der Abschlussprüfungen im Jahr 2026 können Auszubildende nahtlos in ein Fachkräftevisum (Abschnitt 18a) für eine Vollzeitbeschäftigung bei ihrem Ausbildungsbetrieb wechseln.

Was ist das deutsche Ausbildungsvisum und welche Unternehmen können es nutzen?

Das Ausbildungsvisum (§ 16a AufenthG) ermöglicht es Nicht-EU-Bürgern, nach Deutschland einzureisen und eine duale Berufsausbildung zu absolvieren, bei der sich die praktische Ausbildung in Ihrem Unternehmen mit dem Besuch der Berufsschule verbindet. Die Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre und führt zu einem anerkannten IHK- oder HWK-Abschluss. Jedes Unternehmen, das von einer Industrie- und Handelskammer (IHK) oder einer Handwerkskammer (HWK) zur Durchführung von Berufsausbildungen zugelassen ist, kann im Rahmen dieses Verfahrens Auszubildende einstellen.

Was muss die Personalabteilung vor der Beantragung des Ausbildungsvisums vorbereiten?

Drei Dinge sind unverzichtbar: ein unterzeichneter Ausbildungsvertrag mit dem Bewerber; ein strukturierter Ausbildungsplan, der den gesamten Zeitraum von zwei bis drei Jahren abdeckt; sowie die Bestätigung, dass Ihr Unternehmen von der IHK oder HWK für die Ausbildung in diesem Beruf zugelassen ist. Liegt die Vergütung des Auszubildenden unter 950–1.000 € pro Monat, müssen Sie zudem eine Verpflichtungserklärung vorlegen oder der Bewerber muss über ein Sperrkonto verfügen.

Welches Deutschniveau wird verlangt und wie kann die Personalabteilung den Bewerbern dabei helfen, dieses zu erreichen?

Das Sprachniveau B1 (GER) ist die Standardanforderung, die durch Zertifikate des Goethe-Instituts, des TestDaF oder von telc nachgewiesen werden kann. Einige Botschaften akzeptieren auch das Niveau A2, sofern sich der Bewerber zur Verbesserung verpflichtet. Für reglementierte Berufe wie die Krankenpflege ist das Niveau B2 erforderlich. Der effektivste Ansatz im Personalwesen: Bieten Sie in der Vorbereitungsphase virtuelle Sprachgutscheine an, damit die Bewerber das Niveau B1 noch vor dem Visuminterview erreichen, anstatt die Lücke erst zu spät zu entdecken.

Wie lange dauert das Verfahren zur Erteilung eines Ausbildungsvisums vom Vertragsabschluss bis zum Arbeitsbeginn?

Planen Sie insgesamt 3 bis 6 Monate ein: Die Anerkennung der Qualifikation (falls erforderlich) dauert 2 bis 3 Monate, und die Bearbeitung des Visumantrags durch die Botschaft nimmt weitere 2 bis 4 Monate in Anspruch. Der effektivste Weg, Verzögerungen zu vermeiden, besteht darin, die Qualifikationsprüfung und die Sprachvorbereitung parallel zu beginnen, und zwar mindestens 6 Monate vor Ihrem geplanten Starttermin.

Was passiert, nachdem der Auszubildende seine Ausbildung abgeschlossen hat?

Absolventen können direkt ein Fachkräftevisum nach § 18a beantragen, wenn sie ein Stellenangebot haben – in der Regel handelt es sich dabei um ein Angebot Ihres Unternehmens für eine Festanstellung. Nach zwei Jahren Berufstätigkeit im Anschluss an die Ausbildung können sie mit Deutschkenntnissen auf Niveau B2 eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen, oder nach insgesamt vier Jahren (einschließlich Ausbildung) ohne spezifische Sprachvoraussetzungen. Die meisten Auszubildenden in Mangelberufen erhalten bereits vor ihrem Abschluss ein Stellenangebot.

Wie viel kostet das Ausbildungsvisum den Arbeitgeber?

Die direkten Kosten für den Arbeitgeber sind relativ gering: Anerkennung der Qualifikation (100–200 €), das steigende monatliche Stipendium des Auszubildenden (800–1.400 € in den Jahren 1–3) sowie eine optionale Umzugshilfe. Die Visumantragsgebühr in Höhe von 75 € wird vom Bewerber getragen. Die eigentliche Investition besteht im Ausbildungsplan, der Aufrechterhaltung der Zulassung und der Zeit, die Ihr Team für die Betreuung aufwendet. Viele Unternehmen halten diese Kosten für geringer als die Kosten für wiederholte Einstellungen von Fachkräften in Mangelberufen.

Darf ein Auszubildender während seiner Ausbildung Familienangehörige nach Deutschland mitbringen?

Eine Familienzusammenführung während der Ausbildung ist in der Regel nicht möglich, da das Ausbildungsvisum eine einmalige Einreiseerlaubnis für die Ausbildung darstellt und nicht von Anfang an eine uneingeschränkte Aufenthaltsgenehmigung ist. Sobald der Auszubildende sein Programm abgeschlossen hat und mit einer Festanstellung auf ein Fachkräftevisum (Abschnitt 18a) umsteigt, können Ehepartner und minderjährige Kinder einen Antrag auf Nachzug stellen, und Ehepartner erhalten eine Arbeitserlaubnis.

Wie kann Jobbatical Personalabteilungen bei der Beantragung des deutschen Ausbildungsvisums unterstützen?

Jobbatical kümmert sich um die komplexen Einwanderungsformalitäten, die Nachverfolgung und die Umzugslogistik und unterstützt Unternehmen dabei, wichtige Lücken im gewerblichen und technischen Bereich zu schließen.

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