- Das Saisonarbeitervisum zielt auf Arbeiter in der Landwirtschaft und im Tourismus ab und ermöglicht es Arbeitgebern, Nicht-EU-Arbeitskräfte für bis zu neun Monate in Zeiten des größten Arbeitskräftebedarfs, wie z. B. in der Erntezeit oder in Zeiten des Tourismus, einzustellen.
- Der Arbeitgeber leitet das Bewerbungsverfahren, das die Ausstellung eines abgestempelten Arbeitsvertrags, die Beantragung der Arbeitsgenehmigung bei den spanischen Behörden und die Beantragung des Visums durch den Arbeitnehmer bei seinem Konsulat umfasst; digitale Portale und "Employer of Record"-Dienste können diesen Prozess rationalisieren.
- Das Visum bietet wichtige Vorteile wie eine schnelle Skalierung der Belegschaft, Zugang zu motivierten internationalen Bewerbern, die Einhaltung der EU-Arbeitsstandards und wirtschaftliche Vorteile im Rahmen der neuen Einwanderungsquotenregelungen für 2026, die ausländische Arbeitskräfte in Mangelberufen begünstigen.
- Das Saisonarbeitsvisum kann auf bis zu neun Monate verlängert werden und bietet einen Weg zu einem vollwertigen Arbeitsvisum (Trabajo por Cuenta Ajena) und schließlich zu einem dauerhaften Aufenthalt nach fünf Jahren kumulierten legalen Aufenthalts, was es zu einem strategischen Einstellungsinstrument macht.
In Spaniens dynamischer Wirtschaft sehen sich Branchen wie Landwirtschaft und Tourismus in der Hochsaison oft mit einem hohen Arbeitskräftebedarf konfrontiert. Die Erntezeit in den Olivenhainen Andalusiens oder der Sommeransturm an der Costa Brava können die lokalen Arbeitskräfte überfordern, sodass ein dringender Bedarf an zuverlässigen Arbeitskräften entsteht. Hier kommt das Saisonarbeitsvisum ins Spiel – ein vereinfachter Weg für Nicht-EU-Arbeitnehmer, um diese Lücken vorübergehend zu füllen. Ab 2026 bietet dieses Visum Arbeitgebern eine kostengünstige Möglichkeit, bis zu neun Monate lang auf qualifizierte Arbeitskräfte zurückzugreifen, wodurch der Betrieb ohne langfristige Verpflichtungen aufrechterhalten werden kann. Für Personalverantwortliche geht es beim Verständnis dieses Visums nicht nur um die Einhaltung von Vorschriften, sondern auch darum, Chancen zur Steigerung der Produktivität und Senkung der Rekrutierungskosten zu nutzen.
Dieser Artikel befasst sich mit den wichtigsten Möglichkeiten, einem schrittweisen Bewerbungsverfahren unter der Leitung von Arbeitgebern, Tipps für den Erfolg, Verlängerungsoptionen und den finanziellen Vorteilen – darunter Gebühren von nur 10,94 €. Ob Sie eine landwirtschaftliche Genossenschaft oder eine Hotelkette sind, hier erfahren Sie, wie Sie das spanische Saisonarbeiterprogramm optimal nutzen können, das durch die Erweiterungen der GECCO-Verordnung von 2026 in Bezug auf kollektive Einstellungen und zirkuläre Migration gestärkt wurde.
Chancen in Spitzensektoren: Warum Arbeiter wichtig sind
Die spanische Landwirtschafts- und Tourismusbranche ist ein Kraftpaket, das über 10 % zum BIP beiträgt und Millionen von Menschen beschäftigt. Doch saisonale Spitzen - man denke nur an die Erdbeerernte in Huelva oder die Besetzung von Hotelzimmern in Barcelona - führen zu chronischem Personalmangel. Das Saisonarbeitsvisum zielt auf Arbeiter wie Obstpflücker, Weinbergarbeiter, Hotelreiniger und Küchenpersonal ab und ermöglicht Arbeitgebern den Import von Talenten aus Ländern mit bilateralen Abkommen, wie Marokko, Kolumbien oder den Philippinen.
Die wichtigsten Vorteile für Arbeitgeber:
- Schnelle Skalierung: Stellen Sie Arbeitskräfte genau dann ein, wenn Sie sie brauchen, ohne den Aufwand einer Festanstellung. Die GECCO-Verordnung von 2026 verbessert dies durch die Ausweitung der kollektiven Einstellung am Herkunftsort und Pilotprojekte zur zirkulären Migration wie WAFIRA II, die eine reibungslosere Rekrutierung von bis zu 3.000 marokkanischen Arbeitskräften erleichtern, die mit Frankreich geteilt werden.
- Vielfältiger Talentpool: Zugang zu motivierten Bewerbern aus Nicht-EU-Ländern, die oft internationale Erfahrungen sammeln möchten, wodurch die Fluktuation in anstrengenden Saisonjobs reduziert wird.
- Compliance-Vorteil: Erfüllt die EU-Arbeitsnormen, einschließlich der vom Arbeitgeber bereitgestellten Unterkunft und Rückreise, wodurch rechtliche Risiken minimiert werden. Die neuen Vorschriften für 2026 verlangen den Nachweis einer Unterkunft für die gesamte Dauer des Aufenthalts und die Meldung aller Änderungen an die Einwanderungsbehörden.
- Wirtschaftlicher Aufschwung: Im Jahr 2026 können Arbeitgeber mit erweiterten Quoten von insgesamt 164.850 und 88.000 speziell für untergeordnete Saisonarbeit in Mangelbereichen wie der Landwirtschaft (einschließlich über 40.000 frühzeitig zugewiesener Plätze in der Landwirtschaft) ausländischen Arbeitskräften den Vorzug vor einer aufwendigen lokalen Suche geben.
Durch die Nutzung dieses Visums können HR-Teams saisonale Engpässe in Wachstumstreiber umwandeln und so sicherstellen, dass die Ernte nicht verloren geht und die Gästeerlebnisse erstklassig bleiben.
Der arbeitgebergesteuerte Bewerbungsprozess: Ein 9-monatiger Fahrplan
Im Gegensatz zu vielen anderen Visa ist das spanische Saisonarbeitsvisum von Anfang an arbeitgeberorientiert – ein Segen für Personalverantwortliche, die die Kontrolle über die Einstellung behalten möchten. Die maximale Dauer beträgt neun Monate pro Kalenderjahr, abhängig von Ihrer Vertragsdauer, was es ideal für begrenzte Spitzenzeiten macht. Verlängerungen sind innerhalb dieser Obergrenze möglich, aber der Prozess legt Wert auf Effizienz: Beginnen Sie drei bis sechs Monate im Voraus, um Quoten und Bearbeitungszeiten (bis zu drei Monate für Genehmigungen, ein bis zwei Monate für Visa) zu umgehen. Die Umstellung auf eine zentralisierte digitale Plattform für Aufenthaltsverfahren im Jahr 2026 könnte die Nachverfolgung weiter beschleunigen.
Schritt-für-Schritt-Leitfaden für Arbeitgeber
- Sichern Sie sich ein Stellenangebot und überprüfen Sie die Berechtigung: Erstellen Sie einen abgestempelten Vertrag, in dem die Aufgaben, das Gehalt (mindestens der spanische Mindestlohn) und die Dauer festgelegt sind. Weisen Sie durch eine Arbeitsmarktprüfung nach, dass es keinen geeigneten EU-/EWR-Bewerber gibt (oftmals entfällt dies bei Arbeitskräftemangel in der Landwirtschaft/im Tourismus). Stellen Sie sicher, dass es sich um eine saisonale Tätigkeit handelt – z. B. keine ganzjährigen Stellen.
- Arbeitserlaubnis beantragenReichen Sie den Antrag beim Ausländeramt der Provinz oder beim Arbeitsministerium Ihrer Autonomen Gemeinschaft ein. Erforderliche Unterlagen sind:
- Registrierung des Arbeitgebers beim Arbeitsministerium.
- Geschäftliche Rechtfertigung (z. B. Vorhersage des Spitzenbedarfs).
- Nachweis über Unterkunft, Krankenversicherung und Rückreiseschutz. Bearbeitung: 1-3 Monate; hier fallen Gebühren an (siehe Abschnitt Kosten).
- Arbeitnehmer beantragt Visum: Nach der Genehmigung reicht der Arbeitnehmer den Antrag bei seinem örtlichen spanischen Konsulat ein. Legen Sie ihm die Genehmigungsmitteilung, den Vertrag, das ärztliche Attest (keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit) und das Führungszeugnis (beglaubigt) vor. Bei Bedarf nimmt er an einem Vorstellungsgespräch teil.
- Einreise und Onboarding: Nach Erteilung des Visums reist der Arbeitnehmer nach Spanien ein, meldet sich innerhalb von 30 Tagen bei der Sozialversicherung an und erhält eine Ausländeridentitätskarte (TIE). Nun können Sie sich auf bis zu neun Monate produktiver Zusammenarbeit freuen.
Profi-Tipp für die Personalabteilung: Nutzen Sie digitale Portale wie das Online-System des Arbeitsministeriums, um den Status zu verfolgen. Arbeiten Sie bei komplexen Fällen mit EOR-Diensten (Employer of Record) zusammen, insbesondere wenn die Quoten knapp sind – das GECCO-Rahmenwerk 2026 unterstützt namentliche oder generische Stellenangebote für eine schnellere kollektive Rekrutierung.
Tipps zur Bewerbung: Optimieren Sie Ihren HR-Workflow
Mit der Bürokratie zurechtkommen? Diese arbeitgeberorientierten Strategien können die Fristen um Wochen verkürzen und die Bewilligungsquote erhöhen:
- Quoten vorwegnehmen: Spanien vergibt jährlich Plätze und bevorzugt dabei bilaterale Partner. Verfolgen Sie die Aktualisierungen des Ministeriums für Inklusion für 2026 offene Stellen in der Landwirtschaft und im Tourismus (z. B. insgesamt 88.000 Plätze für Saisonjobs).
- Dokumentieren Sie wie ein Profi: Übersetzungen müssen beglaubigt sein; Apostille-Strafregisterauszüge frühzeitig einreichen. Fügen Sie einen detaillierten Geschäftsplan bei, aus dem Personalengpässe hervorgehen – Daten aus vergangenen Saisons sind dabei hilfreich.
- Netzwerke nutzen: Treten Sie Branchenverbänden (z. B. FEPEX für die Landwirtschaft) bei, um Zugang zu vorab geprüften Bewerberpools und gemeinsamen Quoten zu erhalten. Informieren Sie sich über die erweiterten Optionen von GECCO für die Einstellung von Fachkräften vor Ort in Ländern wie Marokko.
- Risikominderung: Planen Sie Pufferzeiten für Vorstellungsgespräche oder Einsprüche ein. Schulen Sie die Personalabteilung in Bezug auf Antidiskriminierungsvorschriften, um Ablehnungen zu vermeiden.
Denken Sie daran, dass der Arbeitnehmer die Absicht haben muss, nach dem Vertrag in sein Heimatland zurückzukehren - fügen Sie eine unterzeichnete Verpflichtungserklärung bei, um Ihr Sponsoring zu sichern.
Von saisonal zu dauerhaft: Verlängerung und der Weg zum vollen Arbeitsvisum
Das Saisonarbeitsvisum ist keine Sackgasse. Zwar sind direkte Verlängerungen auf die Höchstdauer von neun Monaten beschränkt, doch ebnet es den Weg für Übergänge:
- Kurzfristige Verlängerungen: Beantragen Sie während der Vertragslaufzeit eine Verlängerung um bis zu neun Monate, wenn dies aufgrund anhaltender Spitzenauslastung gerechtfertigt ist.
- Upgrade auf eine Vollzeit-Arbeitserlaubnis: Nach einer oder mehreren Saisons können Sie zu einem regulären Arbeitsvisum (Trabajo por Cuenta Ajena) für ganzjährige Tätigkeiten wechseln. Dazu müssen Sie einen dauerhaften Bedarf nachweisen, können dann aber eine auf fünf Jahre befristete, verlängerbare Arbeitserlaubnis erhalten.
- Langfristiger Horizont: Der kumulierte legale Aufenthalt (einschließlich saisonaler Aufenthalte) wird nach fünf Jahren auf die Daueraufenthaltsberechtigung angerechnet und eröffnet damit Möglichkeiten zur Mobilität innerhalb der EU.
Für Tourismusunternehmen, die ganzjährig Personal suchen, oder Agrarunternehmen mit Bedarf in der Nebensaison ist dieses Visum ein risikoarmer Einstieg in einen Pool loyaler Talente, insbesondere angesichts der für 2026 geplanten Verbesserungen im Bereich der zirkulären Migration.
Kosteneinsparungen: Erschwinglicher Zugang zu globalen Talenten
Einer der größten Vorteile dieses Visums sind die niedrigen, vorhersehbaren Kosten – insbesondere im Jahr 2026, wenn die Verwaltungsgebühren gesenkt werden. Arbeitgeber zahlen in der Regel zwischen 20 und 200 Euro, je nach Gehalt des Arbeitnehmers – deutlich weniger als die Gebühren traditioneller Personalvermittlungsagenturen.
Schlussfolgerung
Das spanische Saisonarbeitervisum ermöglicht es Arbeitgebern, den Arbeitskräftemangel direkt zu bekämpfen, indem es Chancen mit Einfachheit verbindet. Für HR-Teams in der Landwirtschaft und im Tourismus ist es ein strategisches Instrument, um Spitzenzeiten zu überstehen, ohne die Bank zu sprengen. Beginnen Sie damit, Ihren Bedarf für 2026 zu prüfen und das Portal des Ministeriums zu konsultieren - mit den gelockerten Regeln für 2025 könnte der Zeitpunkt nicht besser sein.
Bereit zum Einstellen? Wenden Sie sich an die Jobbatical-Experten, um einen Antrag auf ein Blue Collar-Visum zu stellen!
Haftungsausschluss:
Einwanderungsgesetze und -richtlinien ändern sich häufig und können je nach Land oder Staatsangehörigkeit variieren. Obwohl wir uns bemühen, genaue und aktuelle Informationen zu liefern, empfehlen wir Ihnen, Ihre eigene Sorgfaltspflicht zu erfüllen oder offizielle Quellen zu konsultieren. Sie können sich auch gerne direkt an uns wenden, um die neuesten Informationen zu erhalten. Jobbatical ist nicht verantwortlich für Entscheidungen, die auf der Grundlage der bereitgestellten Informationen getroffen werden.


