- Gültigkeitsdatum: Die meisten Gebühren für britische Visa und Sponsorenlizenzen werden am 8. April 2026 um etwa 6–7 % erhöht.
- Fachkräfte: Die Gebühren für die Einreiseerlaubnis für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren steigen auf 819 £, während die Gebühren für Verlängerungen im Land auf 943 £ steigen.
- ILR-Meilenstein: Die Kosten für eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung (Settlement) erreichen mit 3.226 £ einen neuen Höchststand.
- Arbeitgeberkosten: Die Gebühren für die Lizenz für große Sponsoren steigen auf 1.682 £, was die Gesamtkosten für die internationale Personalbeschaffung weiter erhöht.
- Reisevorbereitungen: Die Gebühr für die elektronische Reisegenehmigung (ETA) steigt von 16 £ auf 20 £.
Mit Wirkung zum 8. April 2026 wird das britische Innenministerium eine allgemeine Erhöhung um 6–7 % für die meisten Einwanderungskategorien einführen. Für Personal- und Global-Mobility-Teams bedeutet dies einen erheblichen Anstieg der Kosten für die Einstellung am ersten Tag sowie der langfristigen Kosten für die Mitarbeiterbindung. Insbesondere der starke Anstieg der Gebühren für die unbefristete Aufenthaltsgenehmigung (ILR) – die nun 3.200 £ übersteigen – könnte eine Überprüfung der „Lawback-Klauseln“ und der Umzugshilfepakete des Unternehmens erforderlich machen, um die Wettbewerbsfähigkeit bei der Talentgewinnung aufrechtzuerhalten.
Die Gebührenerhöhung im Vereinigten Königreich im April 2026 meistern: Ein Leitfaden für Personalverantwortliche
Während frühere Gebührenanpassungen häufig auf bestimmte, stark frequentierte Einwanderungswege abzielten, handelt es sich bei der Anpassung vom 8. April 2026 um eine umfassende, pauschale Anpassung, die über die Inflationsrate hinausgeht. Für Unternehmen, die auf den Einwanderungsweg für Fachkräfte angewiesen sind, um den Fachkräftemangel im Inland auszugleichen, summieren sich diese schrittweisen Änderungen zu einem erheblichen Posten im Budget.
1. Der Weg für Fachkräfte: Neue Preisklassen
Das Visum für Fachkräfte bildet nach wie vor das Rückgrat der internationalen Personalbeschaffung im Vereinigten Königreich. Die neue Gebührenstruktur unterscheidet zwischen Antragstellern von außerhalb des Vereinigten Königreichs (Einreisegenehmigung) und Personen, die innerhalb des Vereinigten Königreichs das Visum wechseln oder verlängern möchten.
- Einreisegenehmigung (bis zu 3 Jahre): Anstieg auf 819 £.
- Verlängerung/Wechsel innerhalb des Landes (bis zu 3 Jahre): Auf 943 £.
- Visum für das Gesundheits- und Pflegebereich: Diese Gebühren liegen zwar weiterhin unter den Standardgebühren für Fachkräfte, unterliegen jedoch ebenfalls der proportionalen Erhöhung um 6–7 %.
2. Die steigenden Kosten für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften durch Arbeitgeber
Die Aufrechterhaltung der Infrastruktur für das „Recht auf Arbeit“ wird immer kostspieliger. Die Sponsorenlizenz ist die Voraussetzung für die Einstellung ausländischer Staatsangehöriger, und die Gebühren für die Erteilung oder Verlängerung dieser Lizenz steigen:
- Großsponsoren: 1.682 £ (gegenüber 1.476 £).
- Kleine/gemeinnützige Sponsoren: 611 £ (gegenüber 536 £ im Vorjahr).
Personalabteilungen sollten unverzüglich die Ablaufdaten ihrer Lizenzen überprüfen. Wenn Ihre Lizenz Mitte 2026 zur Verlängerung ansteht, bringt ein Abwarten keine finanziellen Vorteile; planen Sie jedoch eine Erstanmeldung, könnte eine Einreichung vor dem 8. April zu geringfügigen Einsparungen führen.
3. Abwicklung und die Herausforderung der Kundenbindung
Der auffälligste Anstieg ist in der Kategorie „Indefinite Leave to Remain“ (ILR) zu verzeichnen. Mit 3.226 £ stellen die Kosten für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung mittlerweile eine erhebliche finanzielle Hürde für internationale Mitarbeiter dar.
Aus Sicht der B2B-Strategie kommt es hier auf die „Total Reward“-Pakete an. Hochqualifizierte Fachkräfte erwarten oft, dass Arbeitgeber die Kosten für den ILR-Antrag übernehmen oder ihnen die entsprechenden Mittel vorstrecken. Mit der neuen Gebühr könnte eine vierköpfige Familie, die einen Aufenthaltsstatus beantragt, mit einer Rechnung des Innenministeriums von über 12.000 £ konfrontiert werden, wobei die Anwaltskosten noch nicht enthalten sind.
4. ETA: Der neue Standard für Geschäftsreisen
Die Gebühr für die elektronische Reisegenehmigung (ETA) wird von 16 £ auf 20 £ erhöht. Der Betrag mag zwar gering sein, der Verwaltungsaufwand ist es jedoch nicht. Personalabteilungen müssen sicherstellen, dass kurzfristige Geschäftsreisende aus visumfreien Ländern (einschließlich der EU und der USA) vor ihrer Ankunft an der Grenze über diese Anforderung informiert sind.
Strategische Empfehlungen für Teams im Bereich globale Mobilität
- Beschleunigung laufender Anträge: Alle derzeit in Bearbeitung befindlichen Anträge auf eine Fachkräfte- oder Sponsorenlizenz sollten vor Ablauf der Frist am 8. April eingereicht werden, um die Tarife für 2025 zu sichern.
- Budgetprognosen: Passen Sie Ihre Modelle für das Einstellungsbudget 2026–2027 an, um der 7-prozentigen Erhöhung der staatlichen Gebühren sowie möglichen Erhöhungen des Gesundheitszuschlags für Einwanderer (IHS) Rechnung zu tragen.
- Überprüfung der Richtlinien: Überprüfen Sie Ihre Richtlinien zur „Rückzahlungsvereinbarung“. Angesichts der gestiegenen Kosten sollten Unternehmen sicherstellen, dass sie über solide, rechtlich durchsetzbare Vereinbarungen verfügen, um Visakosten zurückzufordern, falls ein Mitarbeiter das Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums verlässt.





