- Qualifizierte Beschäftigungserlaubnisse ermöglichen es Nicht-EWR-Bürgern, legal zu arbeiten und den Fachkräftemangel in deutschen Branchen auf der Grundlage ihrer Ausbildung oder Erfahrung zu decken.
- Es gibt vier Hauptkategorien von QEP: Facharbeiter mit akademischem Abschluss, Facharbeiter mit beruflicher Ausbildung, erfahrene Mitarbeiter und leitende Angestellte/Unternehmensspezialisten.
- Jeder QEP-Typ hat seine eigenen Zulassungskriterien, einschließlich der Anerkennung von Qualifikationen (über Anabin oder ZAB), relevante Stellenangebote, Gehaltsschwellen und - falls erforderlich - deutsche Sprach- oder Zulassungsanforderungen.
- Die Wahl der richtigen Erlaubnis hängt von der Ausbildung, dem beruflichen Niveau und der Berufserfahrung des Bewerbers ab und gewährleistet die Übereinstimmung mit den deutschen Arbeitsgesetzen und Beschäftigungsstandards.
Qualifizierte Beschäftigungserlaubnisse in Deutschland sind für Staatsangehörige von Ländern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), die in Deutschland arbeiten möchten, unerlässlich. Diese Genehmigungen richten sich an qualifizierte Arbeitnehmer, erfahrene Fachkräfte und Spezialisten und ermöglichen es ihnen, zur deutschen Wirtschaft beizutragen, indem sie den Fachkräftemangel in verschiedenen Sektoren ausgleichen. Deutschland bietet verschiedene Arten von Genehmigungen an, die von den Qualifikationen, der Erfahrung und der Funktion des Antragstellers abhängen.
In diesem Artikel wird das Konzept der qualifizierten Beschäftigungsbewilligung erläutert und ein detaillierter Vergleich ihrer Unterarten angestellt.
Arten von Qualifizierten Beschäftigungserlaubnissen in Deutschland (QEP)
1. QEP für Facharbeiter mit akademischem Abschluss
Diese Kategorie richtet sich an Fachkräfte mit einem anerkannten Hochschulabschluss, die in Deutschland arbeiten möchten. Zu den wichtigsten Anforderungen gehören:
- Anerkannter akademischer Abschluss: Ihr Abschluss muss mit einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar sein, der über die Anabin-Datenbank überprüft wird.
- Stellenangebot: Sie brauchen ein Stellenangebot, das Ihre akademische Qualifikation voraussetzt.
- Einkommensgrenze: Ein hohes Jahresbruttogehalt ist zwingend erforderlich, wobei die Grenzen jährlich aktualisiert werden (z. B. 55.770 € für Arbeitnehmer über 45 Jahre im Jahr 2026).
- Reglementierte Berufe: Wenn Ihr Beruf reglementiert ist (z. B. Ärzte, Ingenieure), müssen Sie eine Lizenz erhalten, bevor Sie eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen können.
2. QEP für Facharbeiter mit beruflicher Ausbildung
Diese Genehmigung ist auf Personen mit Berufsbildungsabschlüssen zugeschnitten. Die wichtigsten Aspekte sind:
- Berufliche Qualifikation: Mindestens zweijährige, in Deutschland anerkannte Berufsausbildung.
- Stellenangebot: Die Stelle muss eine Berufsausbildung erfordern und darf keine Hilfstätigkeiten umfassen.
- Gehaltsvoraussetzungen: Es kann ein Mindestbruttojahresgehalt gelten (z. B. 45.934 € im Jahr 2026).
- Anerkennungsverfahren: Die Qualifikationen müssen von der Zentralstelle für Auslandsbildung (ZAB) anerkannt werden.
3. QEP für erfahrene Mitarbeiter (IT/nicht IT)
Dieses Visum richtet sich an Fachkräfte mit umfangreicher Berufserfahrung, insbesondere in nicht-reglementierten Berufen wie IT, Marketing oder Finanzen. Zu den wichtigsten Bedingungen gehören:
- Berufserfahrung: Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in den letzten fünf Jahren.
- Qualifikationen: Ein anerkannter akademischer oder beruflicher Abschluss.
- Gehaltsschwellen: Für IT-Spezialisten sind die Schwellen niedriger (45.934 € im Jahr 2026) und ein Hochschulabschluss ist nicht zwingend erforderlich.
- Sprachkenntnisse: Deutschkenntnisse auf Niveau B1 können erforderlich sein, können jedoch für IT-Positionen entfallen.
4. QEP für Führungspositionen/Unternehmensspezialisten
Diese Genehmigung gilt für Personen, die für leitende oder spezialisierte Funktionen in Unternehmen eingestellt werden. Die Anforderungen umfassen:
- Schlüsselkompetenzen: Die Bewerber müssen leitende oder spezialisierte Positionen innehaben, die für die Tätigkeit des Unternehmens entscheidend sind.
- Gehaltsgrenzen: Das Gehalt muss den Blue-Card-Standards entsprechen und sich an den regionalen Durchschnittswerten für ähnliche Positionen orientieren (z. B. 50.700 € im Jahr 2026).
- Unterstützung durch den Arbeitgeber: Unternehmen legen häufig Begründungsbriefe vor, in denen sie darlegen, warum der Bewerber für die Stelle unverzichtbar ist.
Hauptunterschiede zwischen Genehmigungsarten (QEP)
In der folgenden Vergleichstabelle sind die Unterschiede zwischen diesen Genehmigungen zusammengefasst:
Die Dauer hängt von der Genehmigung der Arbeitsvermittlungsagentur, dem Arbeitsvertrag und der Gültigkeit des Reisepasses ab.
Schlussfolgerung
Die qualifizierten Arbeitsgenehmigungen in Deutschland bieten Fachkräften und Fachleuten von außerhalb des EWR die Möglichkeit, einen wirksamen Beitrag zur deutschen Wirtschaft zu leisten. Jede Art von Genehmigung ist auf bestimmte Qualifikationen und Karrierewege zugeschnitten, sei es ein akademischer Abschluss, eine Berufsausbildung oder umfangreiche Berufserfahrung. Durch das Verständnis der Anforderungen und Vorteile dieser Genehmigungen können Antragsteller ihren Weg zur Beschäftigung und zum Aufenthalt in Deutschland besser gestalten.





